Touren-Berichte 2008
Ein individueller Rückblick auf das Radsportjahr 2008

ein paar Tage frei... Endlich kann ich mir mal die Zeit nehmen, die Saison 2008 Revue passieren zu lassen.

Nach meinem heftigen Schranken-Knutscher im Februar war so mein zweiter oder dritter halbwegs klarer Gedanke: Scheiße, die Saison kannste abhaken!

Welch ein schöner Irrtum! Klar, Februar und März war natürlich Käse. Aber dann: Rhön-Marathon, RTF in Lüneburg (bekanntlich meine erste Heimat), viele schöne Dienstag-, Mittwoch-, Donnerstag-, Samstag- und Sonntagrunden mit Euch, den Kettlern und immer gerne auch den Blauen. Viel Freude machte da vor allem das Ausheizen der Punktwertungen der Strammen Kette. Beim Bergsprint konnte ich ja öfter vorne mitfahren, aber beim Straßensprint: Regelmäßig hinterhergeeiert.... Was soll's, war trotzdem immer das High-Light der Donnerstag bzw. Sonntagsrunden. Da freue ich mich jetzt schon auf nächstes Jahr!
Die schönsten Erlebnisse des Radjahres brachte dann aber der Spätsommer/Frühherbst. Für viele von Euch sicher die Dänemark-Tour und die Cyclassics, für mich die 6-Etappen-Fahrt von Bielefeld nach Prag. Das war ein echter Knaller. Da soll demnächst auch eine CD mit Fotos und Film - jawohl, bewegte Bilder! - kommen. Da werde ich auf meine alten Tage noch Filmstar.... Bei der Gelegenheit: Leute, so eine Mehr-Tages-Tour sollten wir auch einmal organisieren! Muss ja nicht als Fernfahrt sein, aber Gehrden-Fulda-Gehrden oder sowas ähnliches- mit Euch zusammen: Das wäre schon ein Kracher!

Und dann war da noch die Vereinsmeisterschaft der Strammen Kette. So dicht wie beim Zeitfahren war ich bisher noch nicht am Limit. Der Kampf gegen die Uhr und den inneren Schweinehund ist schon was Besonderes. Das möchte ich auch 2009 nicht missen. Und eine so maue Beteiligung wie in diesem Jahr wird es 2009 mit Sicherheit nicht geben - es laufen schon Planungen....

Alles in allem doch viele schöne Erlebnisse, sicher habe ich manches vergessen.

Auf Spinning hatte ich dieses Jahr mal keine Lust (was ich bestimmt noch bedauern werde). Sicher trifft man sich trotzdem bei Samstags- oder Sonntagsrunden, bei Elan-Party oder sonstigen gemütlichen Anlässen - oder schlicht im Radland. Na, und wenn nicht: Tschüs, und auf alle Fälle: Bis nächstes Jahr!

Liebe Grüße aus Wennigsen Harti


Stramme Kette ermittelte ihre Vereinsmeister

Der vorletzte Pflichttermin der Rennradler der Strammen Kette war einmal mehr die Vereinsmeisterschaft, an der auch wieder Radler aus anderen Vereinen teilnehmen konnten. Am Samstag, d. 20. September startete der Wettbewerb mit dem Einzel- Zeitfahren.

Bei sehr schönem Spätsommerwetter musste zu Beginn eine Runde um den Stemmer Berg mit insgesamt 8,5 km gefahren werden. Anschliessend ging es per Rad nach Barsinghausen-Egestorf. Hier galt es, vom Bahnübergang bis zur Nienstedter Passhöhe alles aus sich herauszuholen. Die Zeiten beider Strecken wurden addiert und somit der Sieger ermittelt. Der 18 jährige Thomas Kehe war hier nicht zu schlagen uns siegte in einer Zeit von 22.43 min. vor Hartmut Wittrien ( 22:59) und Friedrich Rohde ( 23:22).

Als dann alle Fahrer das Finish erreicht hatten, standen auch die Sieger dieses Rennen fest.

Vereinsmeister wurde erwartungsgemäss wieder Friedrich Rohde, der seine Zeit aus dem Vorjahr mit 1:25:31 Std. um mehr als eine Minute unterbieten konnte. Aber auch die nächstplatzierten Hartmut Wittrien ( 1:25:33) und Karsten Euchner ( 1:.25:36) hatten sich erheblich verbessert.

Günther Wildner kam mit ein wenig Abstand in 1:39:50 in´s Ziel und konnte seinen Vorjahrserfolg wiederholen. Auf den nächsten Plätzen folgten Eberhard Cramme, Lorenz Korn, Wilfried Filipiak, Klaus Flügel und Klaus Pfeifer (zeitgleich in 1:56:20) auf den nächsten Rängen.

An beiden Tagen sorgte Otto Osterwalder für den ordnungsgemässen Ablauf und eine korrekte Zeit-erfassung, der leicht angeschlagene Olaf Bekedorf hielt mit seiner Kamera die packensten Momente beider Tage fest.

Im Vereinsheim des SV Gehrden liessen alle Teilnehmer anschliessend das Rennen noch einmal Revue passieren.

Alle Titelträger der Vereinsmeisterschaft und die Sprintsieger der Saison ( Friedrich Rohde vor „Jo“ Seidel und Karsten Euchner), werden während des Grünkohlessens am 8. November mit den entsprechenden Pokalen ausgezeichnet.

Eberhard Cramme

Am darauf folgenden Sonntag hieß es dann, im Rundstrecken-rennen die beste Zeit zu erzielen. Wieder am Stemmer Berg, mussten nun allerdings sechs Runden zurückgelegt werden. Zwei Gastfahrer hatten sich der Gruppe angeschlossen und sorgten zusätzlich gleich von Beginn an für ein hohes Tempo. Die Fahrer der Altersklasse II hatten sich sofort zurückfallen lassen und fuhren ihr eigenes Tempo in einer geschlossenen Gruppe. Günther Wildner, der Vorjahressieger der Senioren, konnte den Speed der ersten Gruppe nur kurz mithalten und fuhr sein Rennen als Solist zu Ende.

Bei angenehmen Temperaturen um 15 Grad und wenig Wind wurde die B- Gruppe bereits nach der Hälfte des Rennens überrundet. Als für diese Fahrer die letzte Runde „eingeläutet“ wurde, waren die Fahrer der Gruppe A bereits im Ziel angekommen.


Stramme Kette Gehrden genießt Gastfreundschaft in Sachsen

Gerade einmal zwei Wochen waren seit der 2-Tages-Reise in den Oberharz vergangen, als sich 13 Rennradler der Strammen Kette Gehrden am 07.08.2008 erneut auf Tour begaben. Dieses Mal folgten sie einer Einladung von Radsportfreunden des RV Zwenkau bei Leipzig. Diese Verbindung kam durch die bislang alljährlich stattfindende „Conti-Tour“ zustande, letzter Austragungsort war ja Barsinghausen. Leider hat sich der Hannoversche Reifenhersteller vorerst von dieser Veranstaltung zurück gezogen.
Am Abend grillte der Gastgeber Mike Nowotny für alle reichlich Würstchen und Steaks, so das niemand hungrig und durstig in sein Bett gehen musste. Die Stramme Kette bedankte sich bei allen sächsischen Freunden mit einem Zinnteller aus Gehrden für die überwältigende Gastfreundschaft.

Die Runde des nächsten Tages führte in südöstliche Richtung in das Nachbarland Thüringen. Zunächst recht flach, dann jedoch mit einigen giftigen Anstiegen war diese Tour sehr abwechslungsreich. Einige Ortsdurchfahrten waren zudem mit archaischem Kopfsteinpflaster versehen. Dank der guten Kondition aller Radler und des gepflegten Fahrradmaterials kam die komplette Gruppe geschlossen und ohne Pannen wieder in ihrem Quartier an. Als besondere Überraschung durften die Radler sofort bei dem einheimischen Radsportfreund „Ginder“ Hillert Kaffee trinken und sich noch einmal stärken.

Mit einem sehr geselligen Abend gingen die Radsporttage in Sachsen zu Ende.
Also nahmen die Gehrdener Radler die Sache selbst in die Hand und buchten für 13 gestandene Radsportfreunde in dem kleinen Ort Audigast Quartier in einer Pension; der Wirt war vor 20 Jahren mehrfach bei Sprint- und Steher-Rennen national erfolgreich.

Nach einem sehr heissen Anreisetag, mit der Klimaanlage im Auto gerade noch zu ertragen, erreichte die Gruppe am letzten Donnerstag ihr Ziel und wurde gleich von den sächsischen Freunden herzlich in Empfang genommen.

Vorgesehen waren zwei Tagestouren durch das Leipziger Braunkohlerevier, inzwischen bekannt als Neuseen-Landschaft mit vielen Freizeit-Aktivitäten.

Bei merklich kühleren Temperaturen wurde am Freitag mit der ortskundigen Begleitung von vier heimischen Radlern diese reizvolle Gegend erkundet, die entgegen allen Erwartungen auch etwas wellig war. So ging es vorbei an bereits gefluteten Tagebaustätten, aber auch noch aktive Kohlengruben waren zu sehen, deren Ausmasse die Radler der Strammen Kette sehr beeindruckten. Die für diesen Tag vorhergesagten Regenschauer kamen glücklicherweise genau zur Kaffeepause, so dass die Weiterfahrt nach einer Stärkung mit reichlich Kaffee und Kuchen bei wieder trockenem Wetter erfolgte. War bis zur Pause dem Gegenwind schuld, dass das Tempo eher etwas gemäßigt war, schob nun ein kräftiger Rückenwind die Radler mit recht hohem Tempo zurück in das Quartier nach Audigast.
Die ortskundigen Begleiter

Für das nächste Jahr liegt bereits eine Einladung der Freunde aus den Niederlanden für die „Zwenkauer“ und Gehrdener vor, im Jahr darauf werden die Radsportler der Strammen Kette Gastgeber sein, so ist es jedenfalls geplant.

Auf der Heimreise wurde noch ein Abstecher in Leipzig gemacht, so bei ´m Völkerschlacht-Denkmal und am Bahnhof.

Eberhard Cramme


Auszeichnung für 50. Supercup in Bad Schussenried an Hans Lange

Der Oberschwaben Radmarathon am 03.08.2008 mit 215 km und 2550 Höhenmeter rund um Bad Schussenried war die für drei Radsportfreunde der Strammen Kette Gehrden wieder ein Muss. Hans Lange, Hajo Kussin und Christina Malvar Garcia ließen dort wieder pünktlich um 6 Uhr früh die Pedalen einklicken.

Der Radportfreund Hans Lange vom SV Gehrden wurde mit diesem exklusiven. Supercup-Trikot geehrt und ausgezeichnet. Hans wird in diesem Jahr noch mit dem 52. Supercup Marathon am Nürburgring die Saison 2008 abschließen.

Hochachtungsvoll beglückwünschen alle Marathon-Mitstreiter der Strammen Kette Gehrden ihren „alten Bären“ Hans Lange für seine willensstarken Marathon-Leistungen , bedanken sich für seine stetige Kameradschaft und hoffen, dass er sie auch 2009 wieder bei der Marathon-Serie begleitet.

Christina Malvar Garcia und Hajo Kussin
Von Beginn an war es eine traumhaft schöne Strecke mit Blick auf den Bodensee, dazu das perfekte Wetter, die netten Marathonies und die hilfsbereiten Leute an den Kontrollstationen ließen besonders für unseren Sport-freund Hans Lange seinen 51.Supercup zu einem traum-haften Erlebnis werden. Der scheinbar unendliche Anstieg zum „Heiligenberg“ forderte so mancher Schaltung das letzte ab, jedoch wurde die immer steiler werdende Steigung bis zu 20% von jedem der drei mit letzter Kraft dennoch bewältigt. Der nächste Anstieg zum „Höchsten“ bis auf 800 ü.M. war dagegen wieder mit „Full Power“ locker zu besteigen. Nach kurzer Stärkung an der Kontrollstelle auf dem „Höchsten“ ging es dann die letzten 65 km im Windschatten mit ca. 40Km/h., dank des Teamworks der Radsportfreunde vom RSV Bimbach, in Richtung Ziel nach Bad Schussenried, bereits sehnsüchtig erwartet von Ehefrau Christa.

Im sportlichen Programm der Veranstaltung wartete eine Auszeichnung des Bund der Deutschen Radfahrer (BDR) für den 50. gefahrenen Supercup-Marathon:
Hans Lange (72) präsentiert das von dem Vertreter des BDR überreichte Jubiläums-Trikot

Christina Malvar Garcia und Hajo Kussin starten beim Giro de Dolomiti

Christina und Hajo haben vom 27.07. bis zum 02.08.2008 beim Giro de Dolomiti die Farben der Strammen Kette vertreten. Über die sechs Tagesetappen mit 750 Kilometern und 11.500 Höhhenmeter haben die beiden einiges zu berichten.

RTF Osterwald Rundfahrt am 27.7.2008

Oder: Jetzt aber etwas ruhiger.....

Sonntagmorgen, 06.45 Uhr - GÄÄÄHN. Ausgiebig gefrüh-stückt, soviel Zeit muss sein. Heiß ist es jetzt schon. Beim 4-ten Versuch ist endlich das Staubkorn von der Kontaktlinse verschwunden, jetzt aber schnell - Ralf Hagendorff wartet schon. Prompt Badehose vergessen. Zügig geht es zum Startort, dem Freibad Arnum. Die Mit-streiter von der Kette (Karsten E., Michael F., Thomas K. und Fritz R.) sind schon da.

Kurz vor 8 Uhr geht es auf die knapp 120 km. Wie ich es hasse, mit vollem Magen gleich volle Pulle zu brezeln, da kommt einem ja das Frühstück hoch. Die Herren von den 'Blauen' machen kräftig Tempo, und so mancher der Mit-fahrer gibt alles, um dranzubleiben. Ich nehme bei Eldagsen lieber Druck raus. Über die Holzmühle geht es zur ersten Kontrolle. Die Frontleute sind noch nicht weiter, wir warten auf Thomas und Michael. Jetzt aber etwas ruhiger.... !!!

Über Brüninghausen und Coppenbrügge geht es nach Lauenstein. Unterwegs sammeln wir immer mal wieder Fahrer ein, die wollen sich nicht lumpen lassen – und schon ist das Tempo wieder richtig flott. Am Ith macht Karsten Tempo, ich fahre die Lücke zu. Friedlich neben-einander fahren wir beide hoch. Kurz vor der Kuppe macht Karsten Druck. Wie immer muss ich mich geistig/ moralisch erst auf das höhere Tempo einstellen – und schon ist er weg. Nimmt dann aber Druck raus, meine Chance - mit Schmackes vorbei - Überraschung, Jippie! Eine herrliche Abfahrt, 82,6 km/h bin ich bisher eher selten gefahren. Und wenn es gerade so schön rollt, kann man auf der anderen Seite des Ith ja weiterbrettern. Zweite Kontrolle, sammeln. Jetzt aber etwas ruhiger....!!!

Die Temperaturen steigen, die 30 Grad dürften schon erreicht sein. Zweimal links ab, und schon geht es Richtung Hameln. Fritz kämpft mit kleineren Krämpfen, hängt sich aber wie immer kräftig rein. Kurz vor Hameln rechts ab, und schon rollen wir durch ein wunderbares Waldstück, mit ein wenig rauf und runter.

Nach der Waldpassage schlägt die Hitze wieder zu. Ein Glück: Dritte Kontrolle in Unsen, es gibt frisches Wasser, ohne Zitronengeschmack. Köstlich! Es geht gleich überwiegend bergab - von nun an etwas ruhiger.... ???

Nach Querung der B 217 geht es mit rund 15 Mit-streitern rauf und runter über Hohnsen nach Brullsen, wir erreichen „heimatliche“ Gefilde. Da können wir die beiden Tempobolzer doch nicht davonfahren lassen. Und so schaukelt sich das Tempo zwischen Hachmühlen und Springe schnell wieder auf 32, 33, 34 km/h hoch (bergauf). Hinter Springe gibt Karsten Gummi, Einzel-fahrer und kleine Gruppen kommen schnell näher, wir fliegen nur so vorbei. Auch der Verfasser bekommt die zweite (dritte?) Luft und führt die Gruppe am Saupark vorbei. Plötzlich ein Pfau auf der Straße. Aber der verdrückt sich schnell und wir kommen unfallfrei vorbei. Vierte Kontrolle. Knallrote Köpfe mit strahlenden Gesichtern – das hat Spaß gemacht. Jetzt aber etwas ruhiger....!!!

Über Völksen, Gestorf, Lüdersen, Hiddestorf rollen wir halbwegs gemächlich nach Arnum. Bier und Würstchen im Freibad schmecken super. Schade mit der vergessenen Badehose, aber wenigstens den Kopf unter kaltes Wasser gehalten – herrlich. Fazit: Eine tolle Fahrt mit klasse Mitstreitern. Gerne bald mal wieder, und nicht ruhiger....!!!

Hartmut Wittrien



Nachlese: Dann war da noch ein kleiner Hund (seinem Herrchen wohl kurzfristig entlaufen), der 3 km vor zu Hause genau vor mein Rad lief. Voll drüber... Rad und Fahrer heile, und auch dem Tier ging es nach dem ersten Schmerz und großen Schreck wohl wieder besser. Das war knapp!

Monats-Klassiker am 26.7.2008

Oder: So nicht, meine Herren!!!!

Pünktlich 9.00 Uhr, Start zu meinem ersten Klassiker. Was für eine schöne, ruhige Fahrt. Nett, als Neu-Kettler auch einmal mit Anderen als den üblichen Trainingsfreunden ins Plaudern zu kommen. Herrliches Wetter, wenig Wind. Auf erlesenen Nebenstrecken geht es nach Alfeld. Knapp über 2 Stunden, „Mittagspause“ in der Fußgängerzone. Schade, dass in den kleinen Lokalen immer nur einige wenige Plätze frei sind, so verteilt sich denn die Truppe auf mehrere Lokalitäten. Vielleicht das nächste Mal dann doch in einen Biergarten!? Festzuhalten von diesem Besuch ist aber: Die Alfelder Deerns sind durchaus schmuck.

So gegen 12.00 Uhr treten wir den Rückmarsch an. Jetzt kommen die sportlichen Herausforderungen. Über Sibberse und Hildesheimer Wald soll es gehen, durchaus einige Höhenmeter wollen wir in Angriff nehmen.. Aber kurz vor Ortsausgang Alfeld heißt es:

SO NICHT MEINE HERREN!

Mit Blaulicht und Martinshorn brettert ein Polizeiauto an uns vorbei. Schwerer Unfall, Banküberfall, Terroranschlag? Weit gefehlt - wir werden ausgebremst. (Wut-)Schnaubend springt ein Ordnungshüter aus dem Fahrzeug und liest uns empört die Leviten. Man wartet unwillkürlich darauf, dass er seine Pistole zieht und uns alle verhaftet. Was uns denn einfiele, den starken



Samstagsverkehr mit unserer 2-er Reihe zu behindern (ich dreh mich um - tatsächlich, sagenhafte 3 Autos sind hinter uns...). Da hätten sich ja schon die Anwohner beschwert. Und überhaupt, alles verboten!! Unser dezenter Hinweis, dass wir mit über 15 Mann doch durchaus in 2-er Reihe fahren dürfen, wird beiseite gewischt. Da wir uns letztlich nicht auf das unterirdische Niveau dieses ......... (bitte hier jeder sein liebstes Schimpfwort einfügen) begeben wollen, fahren wir dann schließlich in Einerreihe weiter. Da jetzt Höhenmeter kommen, reißt es die Gruppe sowieso auseinander. Anzumerken bleibt, dass die Autofahrer an so einer langen Schlange auch nicht problemlos vorbeigekommen sind.

Nach Bewältigung der „Berge“ sammeln sich die Kettler wieder, und wir rollen recht geruhsam über Emmerke, Schulenburg und Pattensen nach Hause. Die große Hitze fordert noch ein Opfer, aber Dauerschäden werden nicht verbleiben.

In der 'Linie 10' klingt die gelungene Tour harmonisch aus.

Meine Meinung:

Weiter so, meine Herren!!

Hartmut Wittrien


Am 22. und 23.7.2008 mit den Masters im Harz unterwegs
Die Strapazen der Touren in der Emilia Romagna, wenn es denn welche waren, sind bei den Radfahrern der Masters-Gruppe der Strammen Kette längst in der Schublade „Schöne Erinnerungen“ abgelegt worden. So war man bereit, neue Herausforderungen auf sich zu nehmen. Die Berge des Westharzes um Clausthal-Zellerfeld kamen da gerade recht.

Nachdem im letzten Jahr das Wetter dieses Vorhaben abrupt beendete, waren die Aussichten, dieses Mal beide Touren zu Ende fahren zu können, auch nur begrenzt gut, denn bis kurz vor Abfahrt schüttete es noch wie aus Kübeln.

So wurden die Räder auf Dietmar Müllers Betriebshof in den großen Anhänger verladen und die meisten der 13 Teilnehmer verteilten sich auf 4 Autos.

Gleich nach der Ankunft im Hotel „Zum Prinzen“ in Zellerfeld wurde sich zügig in die „Rad-Kluft“ geworfen und schon bald saßen alle im Sattel ihres Fahrrades, um zunächst die kürzere der beiden Touren unter ihre schmalen Reifen zu nehmen. Dunkle Wolken über den Bergen drohten zwar noch gewaltig, jedoch die Hoffnung, dieses Mal trocken zu bleiben, siegte über die Skeptiker.

Auf der Bundesstraße 242 ging es nach kurzer Abfahrt noch einmal steil bergan, dann jedoch in einem Rutsch bis nach Münchehof an den westlichen Harzrand. Die ruhige, stetig ansteigende, kleine Forststraße war den meisten
Der nächste Morgen bewies, das man sich auf Wettervorhersagen auch einmal verlassen kann, denn die Sonne schien auf den reichlich gedeckten Frühstückstisch. Weil einige Mitradler zu Hause am Nachmittag noch Termine hatten, entschloss man sich,bereits um 9 Uhr früh zu starten. Zum Einrollen ging es zunächst bergab nach Altenau und weiter entlang der Okertalsperre. In einem Seitental begann der erste Anstieg des Tages auf einer Forststrasse. Diese führte über 400 Höhenmeter bis hinauf zum Torfhaus, teilweise mit Steigungen von 15 %.Einige Sportsfreunde kamen hier schon an ihre Grenzen. Kurzzeitig begleitende Wildschweine hatten in diesem Terrain wesentlich weniger Probleme.

Oben angekommen, konnte man es bis Altenau wieder rollen lassen und sich so wieder erholen. Ein kleiner Anstieg bis Dammhaus, dann schon die nächste Abfahrt in Richtung Osterode. Bereits früh wurde man vor einer Straßensperre wegen eines Erdrutsches gewarnt, jedoch auf 2 Rädern kann man flexibel auch solche Hindernisse umfahren. Nachdem Osterode erreicht war, ging es ohne Pause weiter, entlang der 4- spurigen Schnellstraße und mit leichtem Rückenwind nach Herzberg, wo die geplante Verpflegungspause eingelegt wurde.

Nun ging es wieder vom Harzrand hinein in die Täler des Harzes, zunächst mäßig ansteigend bis hinter den kleinen Kurort Sieber, wo die Gruppe auf die alte, inzwischen für Kraftfahrzeuge gesperrte Straße abbog. Nun hieß es, bis

noch in guter Erinnerung. Nach steiler Abfahrt wurde Wildemann erreicht und im Spiegeltal das dort liegende romantische Zechenhaus erreicht. Hier wurde die Gruppe von einer freund-lichen Wirtin buchstäblich mit offenen Armen erwartet. Die Bestellungen von Getränken und Speisen waren schnell erledigt, nun wurde das 107 Jahre alte Orchestrion angeschmissen, was den Geräuschpegel in dem Lokal noch weiter in die Höhe trieb.

Gut gestärkt, kam gleich der nächste Anstieg nach Bockswiese, aber sofort führte die Route steil nach

auf 800 m in die Nähe von Sonnenberg bergan zu kurbeln und irgendwann waren alle auf der Harz-hochstraße angekommen.

Noch ein kleiner Hügel bis zur Stieglitzeck, dann fast nur noch bergab und leicht wellig zum Hotel nach Zellerfeld.

Dort im Hotel war dank des Entgegenkommens des Wirtes, Herrn Pfeil, noch Duschen und Umziehen im Hotelzimmer möglich. Danach war noch Zeit, eine kleine „Siegerehrung“ mit gekühlten Getränken in der Gartenterrasse abzuhalten.

Trotz der Strapazen an den beiden Tagen waren die meisten Sportsfreunde nicht abgeneigt, diese Touren zu wiederholen.

Eberhard Cramme

Lautenthal hinunter, mit leichteren Problemen in den engen Kurven. Bis auf eine kurze, harte Rampe vor Wolfshagen war nun das Schlimmste überstanden und angenehm flach auf der ehemaligen Bahntrasse ging es, vorbei an der Innerste-talsperre, zurück nach Clausthal-Zellerfeld.

Der Abend verging recht kurzweilig mit einem guten Abendessen, kühlen Getränken und anregenden Gesprä-chen.


Olaf Hatesuer und Wolfgang Steinmeyer fahren in den Alpen

Olaf und Wolfgang haben vom 06.07. bis zum 12.07.2008 an der Jeantex Transalp teilgenommen - das bedeutet 850 Kilometer mit ca. 17.000 Höhenmetern innerhalb von sieben Tagen. Was sie erlebt haben und wie es ihnen ergangen ist, könnt ihr in ihrem Bericht nachlesen.

Viel Gegenwind und Kreuzottern

Kaum ist das Wetter nicht ganz so gut - die Temperaturen sind etwas gesunken und einige Schauer und Windstärken sind von den Meteorologen vorher-gesagt - schon sinkt die Teilnehmerzahl fast auf ein Minimum. Sechs mutige, wind- und wasserfeste Strampler machten sich am 28.06.2008 auf den Weg. Die von Lorenz Korn bestens ausgearbeitete Route führte uns auf bekannte Strecken über Northen, Ostermunzel und Haste bis Rehburg in Richtung Westen. Bis hierher hatten wir ganz ordentlich mit dem Wind zu kämpfen und es war klar, wer vorne und wer im Windschatten fahren sollte. Trotzdem entschlossen sich Hubert und Pille irgendwo zwischen Haste und Rehburg, umzukehren und frühzeitig den Heimweg anzutreten.

Zu viert ging es gen Norden durch den Naturpark Steinhuder Meer an einige Moore vorbei, in denen es laut Lorenz auch Kreuzottern geben soll, uns ist allerdings keine unter die Räder gekommen. Immer wieder gab es kurze Regenschauer, die vor allem dafür sorgten, dass vor der nächsten Ausfahrt das Rad geputzt werden musste. Und es gibt eben Momente, da hat der Windschatten des Vordermannes auch einen Nachteil: Das Spritzwasser dessen Hinterrades.

Am Ziel in Steimbke angekommen war die Schwimmbadgaststätte schnell gefunden. Da sie aufgrund der Wetterlage natürlich geschlossen war, haben wir uns während der Pause mit Nudeln, Salat und Kuchen in einem Imbiss gestärkt, bevor wir uns auf die Heimfahrt machten. Hinter Otternhagen kamen uns die Ortsschilder und Strassen wieder bekannt vor und ab Ostermunzel hatten wir endlich den lang ersehnten Schiebewind.
Nach einer Fahrzeit von fünf Stunden und 132 zurückgelegten Kilometern empfing uns Karsten an der ‚Linie 10’ zur ‚Siegerehrung’. Auch dieser Klassiker war für die Teilnehmer eine schöne Tour - übrigens hat Lorenz auch die Erfrischungsgetränke am Ziel übernommen. Vielen Dank an Lorenz für die schöne Ausfahrt verbunden mir der Hoffnung, dass das Teilnehmerfeld beim nächsten Klassiker am 26.07.2008 wieder etwas größer ist.

Michael Foerster




Die Akteure beim Erfrischungsgetränk nach der Tour - von links: Lorenz Korn, Friedrich Rohde, Eberhard Cramme, Michael Foerster


Party in Doris Königs Garten am 21.06.2008
Dank der guten Vorbereitungen, besonders von Doris König, Micha Ferenz, Klaus Pfeifer, Günther Wildner und Klaus Stein war um 18 Uhr alles zur Feier bereit, das Bier gekühlt, Tische, Bänke und Zelt standen. Die 5 Grills waren bereits in Gang, so dass bald die ersten Steaks und Würstchen vor sich hin bruzelten. Das Bier aus den 5ltr- Fässchen war immer noch angenehm kühl. Auch andere, nicht alkoholische Getränke standen selbstverständlich zur Verfügung.

Nachdem der erste Hunger gestillt war, zündeten die "Pyromanen" das grosse Feuer an, die Hitze war nun so gross, dass erst einmal alle in der Nähe stehenden Bänke und Tische in Sicherheit gebracht werden mussten.

So wurden in guter Stimmung noch so manche Gläser Bier, Wein oder Wasser geleert.

RTF ‚Vom Fössefeld durch das Leinetal’

Sonntag, der 08. Juni 2008: Zum 16-ten Mal rief der RV Concordia 1909 Hannover e.V. zur Fahrt durch das Leinetal und rd. 260 Teilnehmer folgten diesem Ruf. Nach Angaben des Veranstalters waren es rd. 100 Teilnehmer weniger als im letzten Jahr, wahrscheinlich Folge der Konkurrenzveranstaltungen dieses Wochenendes, wie z.B. dem Radmarathon in Altwarmbüchen oder dem Triathlon in der Wasserstadt.

Neun Vereinsmitglieder ließen sich davon jedoch nicht abhalten und traten auf der 113km bzw. 150km-Runde an. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der ‚Startschuss’ und bei strahlendblauem Himmel und Sonnenschein setzte sich der Verband in Bewegung, zuerst noch recht gemächlich, dann ziemlich flott der ersten Kontrolle entgegen. An der Leinebrücke kurz vor der Ortschaft Schloss Ricklingen musste ich den Tross aufgrund einer Panne vorüberziehen lassen. Schön, dass bei der Strammen Kette Kameradschaft nicht nur ein Wort ist, denn an der Kontrolle in Horst wurde auf mich gewartet. Danke, Jungs!

Kurz den Stempel kassiert und mit 8 Mann ging die Fahrt weiter in Richtung Norden, sehr flach, mit viel Gegend drumherum. Und es wurde warm, für meinen Geschmack schon einen Tick zu warm, denn gegen Mittag zeigte das Thermometer rd. 30 Grad an. Als dann Olaf B. endlich verlauten ließ „Jetzt roll’n wird das Ding mal nach Hause“, konnte das Ziel nicht mehr fern sein. Mit Schiebewind war die letzte Etappe von Holtensen über Großgoltern, Gehrden und Lenthe schnell absolviert.

Fazit: 150km mit einem 33-er Schnitt und …der 3. Platz in der Gruppenwertung!

Ralf Hagendorff
Der Präsidentenklassiker - eine Tour für alle

Bestes Wetter, die Zusage, dass nur flach gefahren wird - niemand weiß von wem - und die Aussicht auf eine Bratwurst oder ein Steak vom Grill nach der Tour sorgten für eine Rekordbeteiligung: Sage und schreibe 24 Radsportler der Strammen Kette nahmen am Präsidenten-Klassiker am 31.05.2008 teil. Vom Radland ging es über Steinkrug, Völksen und Eldagsen in Richtung Osterwald. Geschlossen gingen wir die erste Steigung zur Holzmühle an und es waren nicht die ‚Jungdynamiker’, die als erste aus dem Verband ausgebrochen sind. Schon hier war zu erkennen, dass eine gemeinsame Ausfahrt von Alt und Jung immer noch möglich ist.

Die nächste Herausforderung ließ aber nicht lange auf sich warten: Hinter Bäntorf gibt es eine kurze aber knackige Rampe, die den ganzen Radfahrer fordert, schnaufend aber ohne murren wurde diese genommen. Es folgte aber bald die eigentliche Aufregung der Tour, Bobby Stein hatte seinen Sattel verloren. Die Halterung war abgebrochen und alle Versuche, den Sattel irgendwie mit Klebeband zu befestigen, waren erfolglos. Letztendlich stellte Friedrich Rohde seinen Sattel zur Verfügung und fuhr selbst fortan (fast) ohne. Dafür gebührt ihm ein besonderer Dank.
Bis zum Anstieg nach Langenfeld, den einzig richtigen auf dieser Tour, blieb das Feld zusammen, den Weg hinauf musste aber jeder für sich alleine meistern - mit der einen oder anderen kleinen Unterstützung. Hier zahlte sich das gute Training der Italienurlauber aus. Es waren aber auch leise Beschimpfungen zu hören, weil wider erwarten doch nicht nur flach gefahren wurde - wer hatte dieses Gerücht nur verbreitet? Oben warteten natürlich alle, bevor es auf die lange Abfahrt über Hattendorf, Antendorf, Apelern und Rodenberg nach Bad Nenndorf ging.
Die letzten Kilometer rollten wir gemütlich heimwärts, voller Vorfreude auf das eine oder andere isotonische Kaltgetränk. Mit einem dreifachen „Gut Spurt“ an die Adresse der edlen Spender der ersten Runde (Jo) und der Würstchen und Steaks vom Grill (Karsten) endete ein sehr schöner Klassiker.

Vielen Dank an Karsten, der die Strecke ausgearbeitet hat, aber auch an alle anderen Teilnehmer, die durch Disziplin, Rücksichtnahme und Unterstützung anderer dazu beigetragen haben, dass alle Spaß hatten.

Michael Foerster

RTF Rund um Lüneburg - Willkommen Daheim

Flach? Von wegen!

Sonntag, 25.5.08. A7, Abfahrt Soltau-Ost, rechts ab, nach ca. 2 km links und dann rund 35 km immer geradeaus. Lüneburg ruft!

Ralf Hagendorff, Dirk Meiners (von den „Blauen“) und ich haben uns früh um 6.15 Uhr auf den Weg gemacht. Auf die Alternative „Rund um Hemmingen“ hatten wir keine Lust, und ich wollte eigentlich schon letztes Jahr zu dieser RTF. Die beiden ließen sich gerne überreden, sich einmal meine Heimat anzusehen. Und zu dritt sind die Spritkosten auch erträglich....

Pünktlich zum Vor-Start um 8.45 Uhr sind wir da. Im geschlossenen Verband geht es ins Herz von Lüneburg, der Bürgermeister persönlich schickt uns mit 600 weiteren Teilnehmern auf die 162 km. Muss man vielleicht erlebt haben, aber nächstes Mal reicht sicher eine halbe Stunde später zum Haupt-Start. Jedenfalls geht bei Rückenwind gleich rasant die Post ab, 50, 60 Leute wollen wohl ihr Privat-Rennen ausfahren.. Ja, sind wir denn hier bei den Cyclassics? Da lasse ich doch gleich einmal abreißen. Warmgefahren überholt mich eine kleine Gruppe, mit denen zusammen ich dann Ralf und eine andere kleine Gruppe wieder einhole. Etwas ruhiger geht es recht wellig bis zur ersten Kontrolle (bei Melbeck, wer mal auf der Karte nachschauen möchte), wo auch Dirk auf uns gewartet hat. Soll ja heute Genussradeln werden! Wir sind mittlerweile Richtung Elbe eingeschwenkt – Gegenwind. Mit 15, 16 Leuten schaffen wir einen guten Schnitt, es rollt und man kommt ins Plaudern. Gehrden, wo ist das denn? Ach, am Deister, ja, da wollte ich auch schon immer mal hin. Die zweite Kontrolle (bei Thomasburg) ist auf mir völlig unbekannten Strecken schnell erreicht.

Die 110-er (und damit der Großteil des Starterfelds) biegen ab, zu fünft machen wir uns auf die große Runde. Unterwegs fangen wir noch 2 weitere Radler ein, einer leider mit defektem Tretlager. Das Geklacker wird uns den Rest der Strecke begleiten (und nerven). Bei auffrischendem Gegenwind geht es Richtung Elbe. Hartmut, wo ist der Fluß?? Eine kurze Abfahrt, sogar eine Spitzkehre, und dann blitzt die Elbe schon durch die Bäume. Über die Elbuferstrasse geht es weiter. Diesen Teil ...

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.. kenne ich noch von vielen Motorradausflügen. Kurven, leichte Anstiege und gaaanz viel Landschaft. Hätte ich mir ja nicht träumen lassen, dass ich hier eines Tages mit dem Rennrad unterwegs bin. Dirk läßt mich die Bergwertung des Tages gewinnen, bei Einheimischen gefürchtet. Zum Vergleich: Vielleicht 1/8 Nienstedter Pass.

Dritte Verpflegung (bei Hitzacker), es gibt sogar „Negerküsse“, die in der zunehmenden Hitze schon arg am zerschmelzen sind. Apropos Verpflegung: Sehr gut!! Schmalzbrote, Müslieriegel, Bananen, Äpfel, frisches kühles Wasser (extra aus umliegenden Häusern geholt). Kleiner Klönschnack mit dem „Personal“ und schon geht es gut gestärkt aber mit kalt gewordenen Muskeln in eine durchaus knackige Steigung. Mit Schiebewind sind wir von nun an auf dem Rückmarsch. Die Strecke ist weiterhin wellig, ohne lange steile Steigungen. So geht es rauf und runter bis Bleckede (vierte Verpflegung). Trotz allmählich müder werdender Beine sind wir sehr flott unterwegs, (am Ende ein 32-er Schnitt). Über den Elbeseiten-Kanal zurück nach Melbeck (5-te Verpflegung), jetzt können wir schon fast zum Ziel spucken.

Mein Fazit: Landschaftlich sehr reizvoll, ca. 1050 Höhenmeter, schöne Streckenführung meist über Nebenstrassen, nette Leute beim Veranstalter und den Mitfahrern, gute Verpflegung. Alle drei waren wir sehr zufrieden. Bei trockenem Wetter für mich ab sofort ein Fixpunkt in der Radsaison. Wobei man sicher auch schon am Samstag anreisen könnte, um mehr von Lüneburg zu sehen.

Ich übernehme gerne den Fremden(und Kneipen-)führer.

Hartmut Wittrien


06.05. - 20.05.2008 - Auf den Spuren von Marco Pantani

In diesem Jahr haben die Masters ihre Stramme-Kette-Wochen an der italienischen Adriaküste verbracht. Bei besten Bedingungen wurden in den zwei Wochen über 1.100 Kilometer zurückgelegt und diverse Steigungen gemeistert. Dass das gute Training sich positiv ausgewirkt hat, konnten die Akteure beim ersten Monatsklassiker des Jahres am 31.05.2008 beweisen. Einzelheiten zu der Reise findet ihr hier.



Rhön-Marathon 2008 – ein ganz persönlicher Rückblick

Oder: Quäl dich, Hartmut!

Pfingstmontag 2008, die Beine noch schwer. Aber längst nicht so schlimm wie erwartet. Die Sonne brennt schon wieder, genau wie gestern. Da war doch was....

November 2007: Saisonplanung 2008. Der Rhön-Marathon ist sicher eine schöne Herausforderung. Da sind ja alle immer am schwärmen und in der Rhön war ich noch nie. Also Hotel gebucht, der Würfel ist gefallen. Winter-Trainingsfahrten gelegentlich etwas länger gestaltet, Spinning - recht passable Frühform.

Februar 2008: Armbruch, schwere Prellungen – war es das schon? Ein Hoch auf das ELAN, das die radlose Zeit überbrücken und die Form wenigstens einigermaßen erhalten hilft.

März/April/Mai 2008: Kilometer sammeln, einige intensive Weserberglandtouren- das muss reichen.

Pfingstsonntag 2008, 4.30 Uhr wecken – naja, sowieso kaum geschlafen. Es geht los, endlich. Schönes Wetter, aber saukalt. Selbst das macht mich nicht richtig wach. Nach 20, 25 km wird mir endlich warm, aber so richtig gut fühle ich mich nicht. Das dürfte heute wohl ein harter Kampf werden.

Erste Kontrolle: Jacke aus, jetzt kommt die erste knackige Steigung. Poppenhausen 18%, das geht ja prima. Läuft es jetzt doch besser? In der Abfahrt wieder kalt geworden, Anschluß an die Gruppe verloren. Offenbar steckt doch noch etwas Ängstlichkeit nach dem Sturz vom Februar im Unterbewußtsein. Na, die Kumpels werden warten – denkste! Solo-Anstieg zur Wasserkuppe, Wind von vorne, das zieht sich. Ein Dank an die unbekannten Mitstreiter mit den Radhaus-Hosen, die mich mit „hochnahmen“ - das sparte Körner und war gute Kameradschaft. Zugig und kühl ist es auf 950 m Höhe. Sensationelle Abfahrt, und auf zum nächsten Anstieg.

Zweite Kontrolle: Ein Glück, die Gruppe ist noch nicht wieder los. Eine Stulle, Getränkepullen aufgefüllt und schnell schnell schnell (wer sitzt denen bloß im Nacken??) weiter. Egal, besser als wieder alleine. Auf Olaf B. wird nicht gewartet. Halbwegs ruhig geht es weiter. Von hinten rauscht Michael S. heran, völlig zu Recht stink-sauer. Den haben wir an der Kontrolle wohl ganz vergessen. Sorry Michael, ich kam selber erst später und hatte keinen Überblick. Mein Gefühl vom Beginn der Tour wird zur Gewissheit: Das läuft heute nicht rund und wird definitiv für mich eine harte Nummer. Auch Lutz muss öfter abreißen lassen, kämpft sich aber immer wieder heran.

Dritte Kontrolle: Hier könnte man es aushalten und den verpassten Schlaf nachholen. Ein wirklich kuscheliges Plätzchen. Aber: Hektik, Hektik, schnell schnell, weiter (Hey Leute, auch auf Euch wartet im Ziel kein Siegerkranz). Olaf B. kommt „rein“, sieht recht abgekämpft aus. Warten? „Auf Einzelschicksale können wir keine Rücksicht nehmen.“ Müssen solche Sprüche eigentlich sein? Wieder ein längerer Anstieg, so allmählich kristallisieren sich, wie zu erwarten war, die Grüppchen heraus. Gelegentlich wird noch gewartet, wobei die Wartenden zunehmend genervt wirken. Die Rhönhoch-strasse, ein Glück, das wir so schönes Wetter haben.


Bei schlechtem Wetter muss das hier oben richtig eklig sein. Kein Baum bietet Schutz. Es geht rasant runter, kurzzeitig laufen Marathon- und RTF-Strecke parallel. Die Gelegenheit, sich auf die 150-er Runde zu verdrücken. Chance verpaßt (das wäre ja wohl auch noch schöner!) und schon geht es wieder hinauf. Diesmal durch ein Waldstück, das Schatten und Schutz vor dem Wind bietet. Das ist nach meinem Geschmack, bekomme ich jetzt die zweite (oder dritte?) Luft? Der Wald ist zu Ende, es wird wieder heiß und windig. Michael, Lutz und ich müssen abreißen lassen. Noch eine schöne Abfahrt, etwas erholen.

Vierte Kontrolle: Warmverpflegung. Bah, jetzt etwas Warmes essen? Nee, lieber ein Stück leckeren Kuchen. Die große Gruppe zerfällt endgültig, die „Vorderleute“ haben es eilig (die müssen noch was vorhaben!). Selbst Fritz Rohde muss seine 25 Nudeln runterschlingen, weiter weiter. „Ich bin zum Radfahren hier, klönen können wir hinterher“. Bis wir drei Nachzügler uns richtig zu Ende verpflegt haben, ist der Rest der Gruppe weitergefahren. Eigentlich egal, etwas langsamer werden auch wir ankommen. Besser, als auf Teufel komm raus hinterher zu hecheln. Die beiden Olaf's kommen rein, als wir drei im Aufbruch sind, wollen länger Pause machen. Also zu dritt weiter. Es kommt nichts wirklich Großes mehr, aber auch die kürzeren Anstiege tun jetzt weh. Habe ich da nicht noch eine Kalorienbombe in Form eines Power-Riegels auf Tasche? Ordentlich weich geworden, klebt schon fast an der Verpackung. Bringt mir aber doch genug Energie für die letzten Kilometer. Wieviele mögen es noch sein? Bloß nicht nachschauen, dass frustriert bloß. Meine beiden Begleiter, mit gelegentlichen Krämpfen kämpfend, warten treusorgend, wenn ich in den Abfahrten mal wieder eine Lücke reißen lasse. Die Hitze nimmt echt störende Ausmaße an, die zwischengeschaltete Getränkestation ist da sehr willkommen.

Fünfte Kontrolle: Allmählich wird es real – das Ziel naht. Ich plaudere ein wenig mit den Damen an der Verpflegung. Die sind schon seit drei Uhr auf den Beinen, aber trotzdem mit fröhlicher Herzlichkeit bei der Sache. Noch 23 Kilometer, einmal der Weg zur Arbeit. Überwiegend geht es jetzt leicht bergab. Bimbach 3 km. Mein Hirn ist weichgekocht, es schaltet ab. Gut, das Lutz und Michael die Strecke kennen, ich hätte die letzten Richtungs-Pfeile glatt übersehen und mich in Bimbach noch verfahren. Das Ziel – und wo bleiben die Ovationen? Nee, dass muss jeder mit sich alleine ausmachen. Danke an Ulrike für die Umarmung (auch wenn sie mich fast umgeworfen hat), das tat gut. Da sitzen ja auch die „Kollegen“, wie es klingt schon mitten in der Besprechung der heutigen Heldentaten. Da habe ich ja nun überhaupt keinen Bock drauf. Kaputt, aber glücklich hole ich mir die Urkunde und vor allem das schicke T-Shirt ab – Lohn der Mühen.

Sehr ärgerlich, dass die allseits für 17.00 Uhr angekündigte Pokalübergabe (zweitstärkstes Team) schon um 16.00 Uhr stattfand, so fehlen dann ich und zwei Mitstreiter auf den Fotos – wir waren noch unter der Dusche.

Fazit: Ein sehr gut und mit viel Liebe zum Radsport organisiertes Event, dass man wirklich einmal erlebt haben sollte. Eine echte Herausforderung an den inneren Schweinehund. Soweit es mich betrifft: Nicht jedes Jahr, und auf keine Fälle bei schlechtem Wetter. Aber (im Rückblick) gerne mal wieder.

Hartmut Wittrien


2. Trainingseinheit für Bimbach am 27.04.2008

Sonntag morgen, 8:00 Uhr; Treffpunkt Wennigsen an der Sonnenuhr; die Bürgersteige des Ortes sind noch hochgeklappt, für die ‚autofahrenden Brötchenholer’ ist es noch zu früh. Nichts bewegt sich, außer zwei Augen-paare, die suchend die Umgebung abtasten. Sollten Hartmut und ich heute doch alleine die zweite Trainings-einheit absolvieren müssen? Ein leises Rauschen ist zu hören, der charakteristische Klang von Karbonlaufrädern in wilder Fahrt. Wenig später wird ein oranger Punkt am Horizont sichtbar und schnell größer. Es ist Fritz Rohde, der sich im Sprint dem Treffpunkt nähert.
Lässig steigt er von seinem Renner. Schweiß steht ihm auf der Stirn! Angst vor der heutigen Herausforderung? Wohl weniger. Eher die Angst, zu spät zukommen. Noch mit der obligatorischen Begrüßungsarie beschäftigt bemerken wir nicht, dass sich ein weiterer Bimbach-Teilnehmer nähert. Dirk Meiners vom RC Gehrden! Wir sind komplett!

Zu Viert nehmen wir die Tour in Angriff. Im Wesentlichen folgen wir der Route vom letzten Sonntag:
Nienstädter Pass - Bad Münder - Eulenflucht - Bad Münder - Pohle - Hattendorf - Schoholtensen
abweichend:
westlich der Bückeberge der L447 folgend über Oberwöhren nach Obernkirchen hoch zur ‚Süßen Mutter’ - weiter über Paschenburg - Segelhorst - Langenfeld - Hattendorf - Pohle - Nienstedter Pass - Redderse
Am Ende des Tages (13:30 Uhr) sind rund 150 km und 2.000 hm zurückgelegt. Wir sind uns sicher, dass wir zumindest die eine Hälfte des Rhönmarathons bewältigen können. Den Rest schieben uns dann sicher willig die erfahrenen Rhön-Marathonesen!

Ralf Hagendorff Hartmut Wittrien

Lange Kerls Wennigsen


Laatzener Frühjahrs-RTF 2008 des Stahlradvereins Laatzen von 1897 e.V.

Am Samstag, den 26.04.2008, um 12:00 Uhr starteten 250 Radsportbegeisterte bei schon fast sommerlichen Temperaturen zur Laatzener Frühjahrs-RTF. Mit dabei Michael Foerster (77 km), Thomas Kehe und meinereiner, beide auf der 113-er Runde.

Nach einem etwas holperigen Beginn, denn die ersten Kilometer Richtung Wülferode erinnerten stark an die legendären Buckelpisten von Paris-Roubaix, ging die Strecke südwärts auf guten Nebenstraßen in Richtung Harz. Erst nach der ersten Kontrolle nahe Garbolzum findet sich eine recht homogene Gruppe aus zeitweise bis zum 16 Fahrern zusammen, aus der dann ein harter Kern von 8 gemeinsam bis ins Ziel fährt.

Überschattet wurde die Tour von zwei mir bekannten Stürzen, wovon sich einer in unserer Gruppe ereignete, als Thomas und ich uns gerade der Führungsarbeit widmeten. Neben Materialschäden kam es leider auch zu stärkeren Blessuren der Fahrer, so dass sich zwei unserer Mitstreiter vom Veranstalter abholen lassen mussten. Aufgrund solcher Ereignisse ist es für mich unverständlich, dass das Tragen einer Rückennummer Bedingung für die Teilnahme an einer RTF ist, nicht aber das Tragen eines Kopfschutzes!

Trotzdem, es war eine angenehme Runde: nicht zu flach, da ein bis zwei ‚Bergwertungen’ im Streckenbereich Grasdorf bis Wend-hausen eingebaut waren, der Wind auch nur recht zögerlich blies und man sich mit dem einen oder anderen ganz nett unterhalten hat.

Enttäuscht wurden jedoch meine Erwartungen hinsichtlich der Verpflegung im Ziel! Da mir unterwegs des Öfteren der Duft von frischem Grillgut in die Nase gestiegen ist, hatte ich mich insgeheim auf eine leckere
Bratwurst als Belohnung gefreut. Leider war der Grillmeister wohl noch im Winterschlaf, so dass ein heißes Würstchen reichen musste.

Ralf Hagendorff

1. Trainingseinheit für Bimbach am 20.04.2008

Es wird viel erzählt über den Rhön-Marathon, über die schier unendlichen Steigungen (die offenbar mindestens 100% betragen müssen), über wunderschöne Abfahrten, die herrschende Gruppendynamik, die schon bei so manchen zur Selbstüberschätzung geführt haben soll, aber auch dazu, über sich selbst hinauszuwachsen.

Dies alles und noch viel mehr ist uns beiden Debütanten zu Ohren gekommen. Eine gewisse Unruhe machte sich breit und wir stellten uns die Frage, ob unsereiner diesen Klassiker überhaupt zu meistern in der Lage sei.

Aber Bangemachen gilt nicht und so haben wir beschlossen, uns auf dieses Ereignis vorzubereiten:

Sonntag morgen 8:00 Uhr, die Sonne scheint, es ist april-frisch. Die Tour startet in Wennigsen über Langreder hinauf zum Pass (1. Bergwertung). Von dort aus geht es auf direktem Wege nach Bad Münder hinauf zur Eulenflucht (2. Bergwertung). Man genießt die rasante Abfahrt zurück nach Bad Münder, um sich dann Richtung Westen über Pohle nach Hattendorf (3.Bergwertung) aufzumachen.

Bergab geht es nach Schoholtensen und dann östlich der Bückeberge zur Paschenburg (4. Bergwertung). Ein flüchtiger Blick hinunter ins Wesertal, dann geht es runter nach Segelhorst und zur 5. Bergwertung hinauf nach Langenfeld. Über Hattendorf geht die Fahrt nach Wiersen, um auch einmal einen Anstieg jenseits der 12% meistern zu können (6. Bergwertung).
Den Heimweg treten wir über Pohle, Hülsede, Messenkamp und Nienstädter Pass (7. Bergwertung) an. Alles in allem haben wir in diesen knapp 5 Std. 120km und rd. 1.700 hm zurückgelegt.
Da wir aber von dem 35er-Schnitt (oder waren es 40??) unserer Vereinskameraden beim letztjährigen Bimbach-Marathon noch weit entfernt sind, werden wir diese Runde in modifizierter Form erneut in Angriff nehmen. Wer sich uns anschließen möchte, ist herzlich willkommen. Den Termin geben wir noch bekannt, bei gutem Wetter bitte schon einmal den 27.04.2008 vormerken!

Ralf Hagendorff Hartmut Wittrien
(
Lange Kerls Wennigsen)

RTF ‚Burgdorfer Frühjahrstour’ des Heesseler SV am 13.04.2008

RTF-Saisonauftakt 2008. Es ist leicht bewölkt, die Sonne lässt sich blicken. Pünktlich um 9:00 Uhr gehen die LKW’s (Lange Kerl’s Wennigsen) an den Start. Die gut ausgeschilderte Route – man merkt, dass die Jungs das nicht zum ersten Mal machen!- führt über Nebenstraßen durch Wälder und Wiesen. Es herrscht ‚Schiebewind’, der Tacho überschreitet des Öfteren die 40-iger Marke. Und es ist flach. So flach, dass man sich gut vorstellen kann, die Bewohner dieser Gegend würden noch heute glauben, die Erde wäre eine Scheibe.

Spätestens seit Müden/Aller bläst der Wind von vorne. Die Gruppe schmilzt immer mehr ab, bis nur noch ein harter Kern von sechs bis acht Fahrern übrig bleibt. Mit Rückenwind kann halt jeder! Landschaftlich gibt es nur wenige Reize, so dass man sich der intensiven Betrachtung der Hinterradnabe des Vordermannes widmet. 3,5 Std. später endlich im Ziel, nach 111 km mit einem Schnitt von 31,98 km/h(!). Und der Lohn der Anstrengung: Die ersten 3 Punkte auf der nun nicht mehr jungfräulichen Wertungskarte.

Ralf Hagendorff / Hartmut Wittrien


Am 02.02.2008 fand die Spartenversammlung der Strammen Kette statt.

Die wichtigsten Informationen findet ihr hier.


Aktualisiert am 26.12.2008, Michael Foerster